Heute tauscht die Ottobrunner Feuerwehr ihr Personal aus, denn die Pumparbeiten gehen weiter. 7  Kameraden sind mit dem Flugzeug unterwegs in das Katastrophengebiet an der Cote d’Azur.

Um 5.45 Uhr brach 2. Kommandant Klaus Ortmeier mit 6 Kameraden zum Flughafen auf. Über Wien geht es der Flug nach Nizza, wo sie am Nachmittag eintreffen werden. Der gestern Abend in Abwesenheit ebenfalls wieder gewählte Kommandant Eduard Klas und seine 6 Mitstreiter fliegen am Abend nach München und werden gegen 22 Uhr in Ottobrunn zurück erwartet. Sie waren am Sonntag Mittag von gleich auf jetzt aufgebrochen und hatten bislang kaum Schlaf bekommen. Da wollte ihnen niemand die lange Autofahrt von fast 900 km zumuten. Gemeinde und Feuerwehrverein werden sich voraussichtlich die Kosten für die Flugtickets aufteilen.

Heute berichtet die SZ ausführlich über den Hilfseinsatz in unserer Partnergemeinde. Den Artikel kann man seit gestern Abend auch im Internet lesen:

 

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/einsatz-an-der-cte-dazur-ottobrunner-feuerwehr-hilft-in-mandelieu-la-napoule-1.2678375

 

Telefonat mit Kommandant Klas um 7.00 Uhr:

Endlich etwas Schlaf! Am Montag Abend konnten die in Mandelieu La-Napoule eingesetzten Ottobrunner erstmals eine Pause einlegen. Um 23 Uhr haben sie französische Einsatzkräfte in die Bedienung der Pumpen eingewiesen. Dann zogen sie sich in die Feuerwache unserer befreundeten Jugendfeuerwehr in Theoule-sur-Mer zurück und ließen sich von einem Pizzadienst verpflegen. Sie rollten ihre Schlafsäcke aus, um sich ein paar Stunden lang von den riesigen Strapazen zu erholen. Nun, am frühen Morgen sind sie gerade auf dem Weg in ein anderes Wohnquartier, um dort weitere überflutete Tiefgaragen abzupumpen.

Gestern haben sie in einem Wohngebiet 2 Tiefgaragen ausgepumpt. So wie in der 2. Rückmeldung berichtet, wurde aus der Vermutung traurige Gewissheit: Die Ottobrunner fanden einen Vermissten, der in der Tiefgarage ertrunken war.